Digital genial – Digitalisierung kompakt verpackt

Digital genial – Digitalisierung kompakt verpackt

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:03: DigitalGenial präsentiert von der ProAlpha-Gruppe.

00:00:06: Kompakt verpackt begleiten wir die Digitalisierungsthemen

00:00:09: des Mittelstandes,

00:00:11: egal ob Cybersecurity,

00:00:13: nachhaltiges Energiemanagement oder der Weg in die Cloud – denn wir machen da weiter, wo normale

00:00:18: ERP-Lösungen enden!

00:00:23: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von digitalgenial dem Podcast der proalpha-group.

00:00:29: Heute beschäftigen wir uns mit zwei Begriffen, die Unternehmen zunehmend in Strategiepapieren, Industrieinitiativen, regulatorischen Anforderungen und nicht zuletzt in Kundenprojekten begegnen.

00:00:38: Die Asset Administration Shell – kurz AAS – und der digitale Produktpass – kurz DPP.

00:00:44: Beides klingen zunächst recht abstrakt- und technisch.

00:00:47: Der Hintersteck eine Frage, die für produzierende Unternehmen zunimmt relevant und sehr konkret wird.

00:00:52: Wie lassen sich Informationen über Produkte, Komponenten und Anlagen so strukturieren?

00:00:56: dass sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg verfügbar sind und auch bei Unternehmensgrenzen hinweg zuverlässig ausgetauscht werden können.

00:01:04: Das wird nicht nur mit Blick auf neue regulatorische Anforderungen wichtig, es geht ebenso um transparente Lieferketten, Nachhaltigkeitsinformationen, effizientere Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten und schließlich um Initiativen wie Manufacturing X. Und genau deshalb wollen wir das Thema heute aus zwei Perspektiven betrachten.

00:01:21: Bei mir ist heute Diagnorthouse seines Zeichnes Product Strategy Manager der uns die strategische und wirtschaftliche Seite einordnet.

00:01:28: Und Janik Noah Raubuch, verantwortlich für die Produktentwicklung im Bereich ERP, der mit uns etwas tiefer in die technische Umsetzung einsteigt.

00:01:44: Herzlich willkommen euch beiden!

00:01:45: Ich freue mich, dass ihr die Zeit gefunden habt bei uns vorbeizuschauen.

00:01:49: Ja hallo Ronny, grüße auch Voss Münster.

00:01:53: Hallo Ronny ich bin ein Größer aus Saarbrücken.

00:01:56: Freut mich, Dirk bevor wir technisch werden... Warum sind denn der digitale Produktpass und die asset-administration Shell auch kurz AIS genannt, gerade jetzt Themen mit denen sich auch mittelsständische Fertiger beschäftigen sollten?

00:02:07: Genau.

00:02:08: Also wir sehen momentan mehrere Entwicklungen gleichzeitig.

00:02:10: Unternehmen sollten entlang ihrer Lieferketten transparenter werden.

00:02:14: Nachhaltigkeits- und Produktinformationen werden immer wichtiger in Bezug zu den europäischen Regelungen.

00:02:19: Wir entstehen konkrete neue Anforderung an die Bereitstellung von Produkte haben.

00:02:24: Parallel entwickeln sich industrielle Datenökosysteme wie zum Beispiel Manufacturing X weiter.

00:02:30: Dort geht es darum, Daten nicht nur innerhalb eines Unternehmens zu nutzen sondern sie kontrolliert mit Kunden Lieferanten und anderen Partnern auszutauschen.

00:02:41: Für Unternehmen bedeutet das im Kern Produktdaten werden zunehmend Teil der Wertschöpfung selbst.

00:02:47: Die Frage lautet deshalb nicht mehr nur haben wir diese Informationen irgendwo Sondern sind sie digital verfügbar eindeutig zugeordnet, aktuell und so strukturiert das andere Systeme sich verstehen können.

00:03:01: Dirk,

00:03:01: d.h.,

00:03:02: wir sprechen eigentlich weniger über zwei neue IT-Schlagwörter sondern viel mehr über die Infrastruktur mit der Unternehmen künftig Informationen austauschen.

00:03:08: richtig?

00:03:10: Genau!

00:03:10: Und gerade für den Mittelstand ist es wichtig Das ist kein Thema dass er relevant wird wenn irgendwann eine Behörde einen Produktpass verlangt.

00:03:18: Wer heute Datenstrukturen schnitztellen und Verantwortlichkeiten verbessert profitiert auch bei seinen ganz alltäglichen Prozessen davon.

00:03:26: Wir kennen das bereits aus analogen Situation wie zum Beispiel Herausforderungen in den regulierten, diskreten Fertigungsbronchen wie die Medizintechnik, bei den Zulieferern in der Automotive Kette unter Aerospace und sehr aktuell natürlich gerade im Bereich des Defense wo die UAMs schon lange Qualitäts- und Komplienzrelevante Zusatzinformationen einfordern.

00:03:49: Janik, da mal zu dir und wir lassen es mit den Begrifflichkeiten aufrollen.

00:03:53: Unser Titel verspricht ja schließlich auch den digitalen Zwilling.

00:03:56: bevor wir zur AS kommen.

00:03:57: was meinen wir eigentlich wenn wir im industriellen Kontext von einem digitalen Zwillings sprechen?

00:04:02: Ja ein digitaler Zwilling ist zunächst die digitale Repräsentation eines realen oder virtuellen Objekts.

00:04:09: das kann beispielsweise einer Maschine eine Komponente oder eines Produktes sein.

00:04:15: Er bündet sozusagen die Informationen, die dieses Objekt beschreiben und je nach Anwendungsfall über sein Lebenszyklus begleiten können.

00:04:23: Der Begriff der beschreibt allerdings zunächst einmal nur das Konzept – die spannendste Frage dahinter ist wie sorgt man dafür dass unterschiedliche Systeme diesen digitalen Zwillingen auch nach denselben Regeln beschreiben oder verstehen?

00:04:36: Und hier kommt die Asset Administration Shell zu schrittande nämlich kurz die AAS.

00:04:41: Sie bietet eine standardisierte Möglichkeit, eine solche digitalere Präsentation für Industrie.null Anwendung strukturiert

00:04:49: abzubilden.".

00:04:51: Das heißt also der digitale Zwilling ist die Idee und die AAS gibt uns den standardisierten Rahmen vor dafür?

00:04:56: Korrekt?

00:04:58: So einfach gesagt ja ein digitaler Zwilling muss nicht zwingend als AAS umgesetzt sein aber die AIS schafft Standards dafür wie Informationen zu einem Esset strukturieren beschrieben und zwischen System ausgetauscht werden können.

00:05:12: Die Frage hierbei ist, was ist überhaupt ein Asset?

00:05:15: Im Grunde ist es das, was der digitale Zwilling auch abbildet.

00:05:18: Klar!

00:05:19: Das kann also eine Maschine, ein Komponente, ein Produkt oder auch eines Softwarekomponentes sein und dafür arbeitet die AAS mit sogenannten Submodellen zusammen.

00:05:30: Darin können beispielsweise technische Daten, digitale Typenchilder, Dokumentationen, Zertifikate, Wartungsinformationen oder auch Nachhaltigkeitsdaten strukturiert abgebildet werden.

00:05:41: Entscheidend ist hier vor allem die gemeinsame Symantec.

00:05:44: Symanteck meint in diesem Kontext, die eindeutige Bedeutung von Daten – also nicht nur ein System übertragt den Wert forty-two.

00:05:52: Sondern beide Systeme verstehen auch was bedeutet denn diese forty- two konkret?

00:05:57: Also reden wir hier über forty-four Grad, forty-one Stück oder forty millimeter?

00:06:03: Wenn unterschiedliche Systeme dieselben Informationen nach denselben Regeln beschreiben Müsst du Unternehmen nicht nur für jede neue Verbindung wieder eine neue individuelle Übersetzungslogik entwickeln?

00:06:15: Ich stelle jetzt mal eine kleine ketzerische Frage, die sich womöglich einige unserer Zuhörer in diesem Moment auch stellen.

00:06:20: Braucht künftig wirklich jede Schraube ihren eigenen digitalen Lebenslauf?

00:06:27: Welche Informationen tatsächlich erfolgreich sind hängt unter anderem von der jeweiligen Produktgruppe und tatsächlich den konkreten Anforderungen ab.

00:06:36: Aber das Bild eines digitalen Lebenslauf ist eigentlich nicht schlecht Denn Unternehmen müssen zunehmend nachvollziehen können, was ein Produkt ist, woraus es besteht.

00:06:45: Woher bestimmte Informationen kommen und welche Nachweise damit verbunden sind.

00:06:50: Und besonders relevant ist das für den Mittelstand deshalb weil viele mittelständische Unternehmen Teil größerer Lieferketten sind zum Beispiel unsere vielen Kunden im Bereich Metall- und Kunststoff sowie Elektronik & High Tech die diverse Automobil OEMs beliefern.

00:07:04: Die Anforderungen erreichen sie also möglicherweise nicht erst über ihr eigenes Endprodukt, sondern bereits über Kunden die bestimmte Daten von ihren Zulieferern benötigen.

00:07:14: Der technisch gesehen ist dann vermutlich der QR-Code am Produkt noch der Einfasseteil?

00:07:18: Richtig ja nicht!

00:07:20: Ja definitiv – der QR Code oder ein anderer Datenträger ist zunächst nur einen Zugangspunkt.

00:07:25: Die eigentliche Arbeit beginnt aber dahinter.

00:07:28: Man muss wissen….

00:07:29: Wo liegen die relevanten Informationen, sind Artikelstand Daten korrekt?

00:07:33: Können Materialien eindeutig zugeordnet werden.

00:07:36: Sind die Zertifikate aktuell?

00:07:38: Haben wir Chargen oder Serieninformation und können wir Daten aus unterschiedlichen Systemen zuverlässig miteinander verbinden?

00:07:46: Das heißt der digitale Produktpass ist deshalb am Ende auch ein Data Readiness Thema.

00:07:52: Gefällt mir das eigentlich Problem ist also weniger... Wir drucken den QR Code sondern viel mehr geht es darum.

00:07:56: was findet man da hinter vor?

00:07:59: Genau, man könne auch sagen der QR-Code ist nicht die Herausforderung sondern die Daten.

00:08:03: dahinter sind es.

00:08:06: Janekes haben wir drei Konzepte.

00:08:08: wie greifen diese denn sinnvoll?

00:08:09: Ziel für dennander?

00:08:12: Also vereinfacht kann man sagen beim digitalen Produktpass geht das darum welche produktbezogenen Informationen für einen bestimmten Anwendungsfall zur Verfügung gestellt werden sollen.

00:08:23: Die AAS kann eine technische Grundlage dafür liefern, wie solche Informationen standardisiert modelliert und zwischen Systemen ausgetauscht werden können.

00:08:32: Das heißt aber nicht, dass jeder digitale Produktpass zwingend einer AAS verbaus setzt.

00:08:37: Die AIS ist vielmehr ein wichtiger und sehr geeigneter Dabaustein, insbesondere wenn Daten interoperabel und skalierbar über Unternehmensgrenzen hinweg genutzt werden

00:08:47: sollen.".

00:08:52: Erwahlunternehmen sonst Gefahr laufen, den DPP wieder nur als isoliertes Compliance-Projekt zu betrachten oder zu behandeln.

00:08:59: Wir erfüllen noch eine Vorgabe, bauen eine zusätzliche Datenbank und tadaa sind fertig!

00:09:04: So einfach ist es nicht.

00:09:06: Damit würde man nämlich nur möglicherweise das nächste Datensilo schaffen.

00:09:10: Viel interessanter ist die Frage wie können wir die notwendigen Daten so strukturieren dass sie nicht nur für den einzelnen regulatorischen Nachweis funktionieren sondern gleichzeitig auch für andere Prozesse eben nutzbar werden.

00:09:23: Für Service, Qualität, Lieferketten-Kommunikationen, Nachhaltigkeitsmanagement oder künftig auch für komplett neue Geschäftsmodelle.

00:09:31: Das lasst uns mal zu einer sehr mittelscheinischen Realität kommen.

00:09:35: die Daten existieren vielleicht nur liegen sie nicht unbedingt alle am selben Ort.

00:09:39: Direkt welche Rolle spielt dabei das ERP?

00:09:41: Ja, die absolute zentrale Rolle.

00:09:44: Also eine sehr zentraler.

00:09:45: Im ERP laufen ja bereits heute viele Informationen zusammen, die für ein solches Szenario relevant sind Artikelstammdaten Stücklisten die Verwandteninformationen Chargen und Seriennummern Information Qualitätsinformationen Und auch das DMS also sprich Dokumente.

00:10:02: Gleichzeitig wäre es zu kurz gegriffen zu sagen alle relevant Informationen legen.

00:10:06: ausschließlich im er p. je nach Unternehmen kommen Daten beispielsweise auch als plm MES, Qualitäts-, Service- oder von anderen spezialisierten externen System sowie von externen Partnern.

00:10:19: Die bessere Rolle des ERP liegt deshalb darin dass es viel dieser Information mit den Geschäftsprozessen und dem konkreten Produktkontext verbindet.

00:10:28: Was bedeutet das Technisch Janik?

00:10:29: Muss ich für den DPP jetzt meine komplette Systemlandschaftung?

00:10:33: Idealerweise natürlich nicht.

00:10:35: Das Ziel sollte gerade nicht sein, für jede neue Anforderung eine weitere isolierte Datenhaltung aufzubauen.

00:10:42: Stattdessen muss klar sein welches System für welche Information führend ist und wie die Daten miteinander verbunden werden.

00:10:49: Technisch brauchen wir dafür Schnittstellen eindeutige Identifikatoren geeignete Datenmodelle und Mechanismen über die Informationen konsistent bereitgestellt werden können.

00:11:00: Die AAS kann an dieser Stelle helfen, weil sie eine standardisierte Struktur für den Austausch schafft.

00:11:07: Also sprechen wir hier eher von Orchestrierung statt die große Abrissbähne aufzufahren?

00:11:12: Genau!

00:11:12: Bestehende Systeme sind voll miteinander verbunden, statt alles neu zu bauen.

00:11:18: Dirk bis jetzt könnten wir vieles davon noch innerhalb eines einzelnen Unternehmens lösen.

00:11:23: Manufacturing X denkt aber explizit über Nehmensgrenzen hinweg.

00:11:26: Warum?

00:11:27: Ja... Ganz einfach, weil Wertschöpfung heute praktisch nie nur innerhalb des einzelnen Unternehmens mehr stattfindet.

00:11:33: Ein Hersteller benötigt Informationen von Zulieferern, gibt allen Informationen an Kunden weiter und arbeitet möglicherweise auch mit externen Logistikern, Servicepartnern oder auch Recyclingunternehmen zusammen.

00:11:44: Manufacturing X adressiert genau diese Realität.

00:11:47: Ziele sind vertrauenswürdige Ökosysteme oder Datenökosystem in denen Unternehmen Information technologisch normiert und kontrolliert austauschen können ohne die Hoheit über ihre Daten dabei abgeben zu müssen.

00:12:02: Und wo kommt die AAS in diesem Datenraumenspiel?

00:12:04: ja nicht?

00:12:06: Datenraum allein löst noch nicht das Problem, dass diese Systeme halt unterschiedliche Sprachen sprechen.

00:12:11: Wenn zwei Unternehmen Daten austauschen wollen, müssen beide Seiten verstehen was beispielsweise ein bestimmtes Merkmal bedeutet wie es strukturiert ist und vor allem welchem Esset es zugeordnet wird.

00:12:23: Dafür braucht das gemeinsame Standards- und Informationsmodellung, genau dort spielt die AAS ihre Stärke aus.

00:12:30: Das heißt der Datenraum schafft gewissermaßen den vertrauenswürdigen Austausch in die Standards.

00:12:34: sorgen dafür dass sie übertragen Informationen auf der anderen Seite tatsächlich auch verstanden werden?

00:12:40: Genau!

00:12:41: Ja und damit wird auch klar warum das strategisch relevant ist.

00:12:44: Interoperabilität entscheidet künftig schließlich darüber wie einfach sich ein Unternehmen einen neuen Wirtschaftungsnetzwerk integrieren kann.

00:12:54: Dirk, dann kommen wir mal zu ProAlpha.

00:12:55: Wo stehen wir heute?

00:12:56: Wenn ein Kunde sagt das Thema kommt auf mich zu was kann ich mit meiner vorhandenen Umgebung bereits tun?

00:13:02: Wie wir gehört haben sind viele Grundlagen bereits vorhanden.

00:13:05: Unternehmen fliegen Produkt und Stammdaten Stücklisten und die Verwandten Informationen arbeiten eben mit Charge-und Seriennummern verwalten ihre Dokumente und Qualitätsdaten Und verbinden unterschiedliche extern oder zur Party Anwendungen über diverse Schnittstellen.

00:13:20: Die Ausgangsposition ist deshalb häufig besser als Unternehmen zusehends zunächst selber von sich glauben und vermuten.

00:13:26: Die entscheidende Aufgabe wird darin bestehen, diese Information eben systematisch zu betrachten.

00:13:32: Welche Daten benötigen wir künftig?

00:13:34: Wo liegen Sie heute?

00:13:36: Welche Qualität haben sie heute?

00:13:38: Und vor allem wie können wir sie standardisiert verfügbar

00:13:41: machen?".

00:13:43: Das bedeutet was auf technischer Seite Janik?

00:13:46: Technisch geht es vor allem darum, vorhandene Datenquellen sauber anzubinden und daraus standardisierte Informationsmodelle aufzubauen.

00:13:54: Eine sinnvolle Vorgehensweise kann beispielsweise sein zunächst einen konkreten Anwendungsfall oder sogar eine Produktgruppe zu wählen die benötigen Informationen zu identifizieren und anschließend zu prüfen aus welchen System diese Daten halt stammen.

00:14:08: dann lässt sich relativ schnell erkennen wo bereits gute Datenstrukturen existieren.

00:14:15: Sieht dann eine Frage an dich, wenn wir noch etwas weiter nach vorne schauen.

00:14:18: Welche Entwicklungsrichtungen ergibt sich daraus für ERP-Systeme insgesamt?

00:14:23: ERP Systeme entwickeln sich zunehmend von rein Transaktionssystemen zu Plattformen die Daten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenführen und in einem geschäblichen Kontext eben setzen also echte End-to-End Prozesse.

00:14:36: Diese Entwicklung geht also vom klassischen ERP system also dem sogenannten System of Records über ein System of Intelligence hin letztlich zu einem System oder aging getriebenen System-of-Action.

00:14:48: Für digitale Wertschöpfungsnetze bedeutet das, dass Produkt und Prozessinformation künftig immer stärker standardisiert bereitgestellt und mit externem Ökosystem verbunden werden müssen.

00:14:59: Technisch gehört eben dazu beispielsweise die standardisierte AIS Schnittstelle und die entsprechenden Datenmodelle.

00:15:05: Die Integration in den industriellen Datenräume sowie Mechanismen mit denen relevante Informationen möglichst automatisiert eben bereitgestellt werden können.

00:15:16: Denn zum Abschluss möchte ich es nochmal sehr praktisch machen, wenn uns jetzt jemand zuhört und sagt verstanden das Thema ist relevant aber womit fange ich Montagmorgen an?

00:15:24: Was wäre eure Empfehlung?

00:15:26: Hey mein erster Punkt wäre nicht auf die endgültige regulatorische Anforderung warten.

00:15:32: Unternehmen könnt schon heute prüfen welche Produkte Information Kunden und Partner zunient anfragen Daten im eigenen Unternehmen entstehen bzw.

00:15:42: bereit stehen?

00:15:43: Zweitens würde ich das Thema nicht ausschließlich als reines Compliance-Projekt behandeln, gute Produktdaten helfen definitiv auch in Qualität, Einkaufsservice und in meinem Lieferantenmanagement.

00:15:56: Technisch würde ich mit einem überschaubaren Anwendungsfall beginnen – ein Testballon ganz klassischerweise!

00:16:03: Ein Produkt, eine Protokruppe oder ein konkreter Datenaustausch mit einem Kunden reicht zunächst völlig aus Und dann schaut man sich an, welche Daten werden benötigt?

00:16:12: Woher kommen sie?

00:16:14: Wie eindeutig sind Sie?

00:16:15: Wie lassen Sie sich standardisiert beschreiben und welche Schnittstellen benötige ich vor allem.

00:16:21: So wird aus einem sehr großen Zukunftsthema ein doch beherrschbares Integrationsprojekt.

00:16:27: Das heißt also nicht anfangen mit wir brauchen jetzt einen digitalen Produktpass sondern vielmehr mit welcher Informationen müssen wir eigentlich zuverlässig beherrschen?

00:16:37: Und das ist meistens auch die deutlich bessere, greifbare technische Ausgangsfrage.

00:16:44: Damit sind wir auch schon wieder am Ende dieser Folge angelangt.

00:16:46: Dirk Janik, ganz herzlichen Dank für eure strategischen und technischen Einblicke.

00:16:50: Das haben wir wie immer eine große Freude!

00:16:53: Ja vielen Dank Ronny, auch von meiner Seite danke für die Einladung und den kurzweiligen Austausch.

00:16:59: Vielen Dank Ronni, auch vom einer Seite.

00:17:05: Aus dieser Folge nehmen wir vor allem eins mit – der digitale Produktpass und die Asset Administration Shell sind keine isolierten Technologieprojekte.

00:17:13: Der DPP erhört die Anforderung daran, Produktinformation über den Lebenszyklus hinweg verfügbar zu machen.

00:17:19: Standards wie die AAS können dabei helfen diese Information interoperabel zu strukturieren und auszutauschen Und mit Initiativen wie Manufacturing X wird genau diese Fähigkeit zunehmend auch über Unternehmensgrenzen hinweg relevant.

00:17:32: Für mittelständische Unternehmen bedeutet das aber nicht morgen ihre komplette IT-Landschaft neu bauen zu müssen.

00:17:38: Wie wichtiger ist zunächst?

00:17:39: Die eigene Datenbasis zu kennen Verantwortlichkeiten zu klären und mit konkreten Anwendungsfällen zu beginnen.

00:17:45: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:17:47: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie die Gitarrengalen und bleiben sie in unserem Gespräch über die Frage wie aus Technologie Wertschöpfung geht.

00:17:54: Bis zum nächsten Mal.

Über diesen Podcast

Im Podcast der Proalpha Group geht’s um die Top-Trends, die den Mittelstand wirklich weiterbringen: Künstliche Intelligenz, Green Tech, Cloud- Lösungen, digitale Prozesse und vieles mehr. Klar. Kompakt. Praxisnah.

Wir zeigen, wie Digitalisierung heute wirklich funktioniert – jenseits klassischer ERP-Systeme. Mit echten Insights, Macher-Stories und einem Blick nach vorn.